Die Tiefbohrfräsmaschinen für komplexe Bearbeitungen sind für einige Unternehmen in der Anschaffung auf Grund ihrer geringen Auslastung schlicht zu hoch. Bohrungen mit anderen Bearbeitungsma-schinen hingegen stoßen schnell an ihre Grenzen. Das Tiefbohrfix bietet hier nun die Lösung. Das zum Patent angemeldete Adaptermodul kann an den meisten Bearbeitungsmaschinen nachgerüstet werden und gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre Maschine innerhalb weniger Minuten in eine Tiefbohrmaschine zu verwandeln, die sich nicht hinter herkömmlicher Tiefbohrtechnologie zu verstecken braucht.
nach obenDas Tiefbohrfix wird an eine parallel zur Spindel angebrachte Fläche des Spindelgehäuses durch ein Nullpunktspannsystem angedockt. Der schon vorab in der Tiefbohreinheit montierte Werkzeughalter mit Tiefbohrwerkzeug wird in die Werkzeugaufnahme des Spindelgehäuses eingeführt und durch den Werkzeugspanner gehalten.
Durch einen elektrischen Schnellverschluss wird nun das Tiefbohrfix mit der Maschinensteuerung verbunden. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass die CNC- gesteuerten Lünetten die nötigen Vorschubsignale erhalten.
Die dafür benötigte Rüstzeit (bei vorgerichtetem Werkzeug) liegt unter 5 Minuten.
Nach dem Andocken der Tiefbohreinheit werden die Werkzeugpositionsdaten in die Maschinensteuerung eingegeben. In die speziell für das Tiefbohren vorgesehenen Auerbach-Bearbeitungsszyklen werden die Bearbeitungswerte für die Bohrungen wie z.B spezifische Anbohrdaten, allgemeine Schnittdaten, Schnitt- und Kühlmittelflussüberwachungsdaten eingegeben. Diese Bearbeitungs- und Überwachungsdaten sind ein wesentlicher Bestandteil der neuen Art tiefe Bohrungen auf aller Art Bearbeitungsmaschinen zu realisieren und dienen der Überwachung des Bohrprozesses um Werkzeugbrüche zu vermeiden.
Nachdem alle Vorbereitungen getroffen worden sind, startet der Bearbeitungsprozess in dem der Startpunkt der Bohrung angefahren wird. Das Werkzeug wird nun durch die in der Steuerung vorgegebenen Vorschubwerte in das zu bearbeitende Werkstück eingebracht. Die Lünetten, die in einem definierten Abstand von max. 40 x D eingestellt worden sind, ziehen sich synchron zum Maschinenvorschub zusammen. So ist gewährleistet, dass das Werkzeug jederzeit gestützt ist.
Nach Erreichen der Bohrtiefe wird die Spindel gestoppt und das Werkzeug aus der Bohrung gezogen. Hierbei fahren beide Lünetten ebenfalls synchron zum Spindelvorschub zurück in die Ausgangsposition. Nach Verwendung kann das Tiefbohrfix an die Transporthalterung angedockt und so auf lediglich einem Quadratmeter verstaut werden.
Der wirtschaftliche Nutzen des Tiefbohrfix ist, dass hier ganzheitliche Aufgaben direkt erledigt werden können. D.h., es können Tiefbohrungen durch Schwenkung des Spindelkopfes im Winkel von +/- 90° eingebracht werden. Durch Nutzung eines Rundtisches ist es möglich, an allen fünf Seiten des Werkstückes Bohrungen in allen Winkelgraden einzubringen. Bisher war es üblich für Tiefbohrungen auf dafür speziell geeignete Tiefbohrmaschinen zu gehen. Dies hatte zum Einen den Nachteil, Fehler und Ungenauigkeiten durch das Umspannen der Werkstücke zu riskieren, Zum Anderen ging ein Tag durch Transport und Liegezeiten verloren, was zusätzliche Kosten verursacht. Des Weiteren gibt es keine kleinen Tiefbohrmaschinen, die vergleichbare Fertigungsmöglichkeiten bieten wie eine Fräsmaschine mit adaptierter Tiefbohreinheit .
Das Tiefbohrfix kostet lediglich einen Bruchteil einer vergleichbaren Tiefbohrmaschine und ist überdies leistungsfähiger trotz geringerem Platzbedarf.
nach oben| Lünetteneinrichtung: | |
| Bohrtiefe (mm) | ca. 850 |
| Bohrdurchmesser (mm) | 1 - 15 |
| Werkzeughalter | SK 40, HSKA-63 SK 50, HSK-A100 |
| Werkzeugschaft | ZH 25-00(25 x 70 mm) |
| Lünettenanzahl | 2 |
| Masse der Einheit | ca. 80 kg |
| Abmessungen (eingefahren, mm) | 440 x 220 x 1430 |
| Maschinenvorraussetzungen: | |
| Fläche für Andockeinheit (mm) | 170 x 400 |
| Pneumatikanschluss (bar) | 6 |
| Kühlmittelfluss (l/min) | bis zu 55 |
| Kühlmitteldruck (bar) | bis zu 100 |
| Steuerung einer Servoachse mit Motormesssystem |
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| Einbindung der Tiefbohrsoftware | |
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